Holz-Oberflächenbehandlung ohne Gift

Holz im Innenbereich

flowers-747206_640Die Oberflächenbehandlung von Holz im Innenbereich muss verschiedene Zwecke erfüllen:
• Die offenen Poren des Holzes verschließen und damit die Oberfläche schmutzunempfindlicher machen
• Die Reinigung der Oberflächen erleichtern
• Einem vorzeitigen Verschleiß vorbeugen
• Die Maserung des Holzes sichtbar machen
• Die Farbe des Holzes verstärken
• Die Oberfläche mit neuen Farben versehen

Holz im Innenbereich wird nicht von Pilzen befallen, sofern keine Baufehler vorliegen. Die sehr geringe Gefahr durch holzzerstörende Insekten kann vernachlässigt werden. Holzgifte sind im Innenraum daher kein Thema.

Umweltfreundliche Maßnahmen

Streichen mit Leinölfirnis, dies lässt sich am einfachen durch eine Behandlung mit Leinöl erreichen. Wenn mit unverdünnten Firni gearbeitet wird, entstehen auch keine Belastungen durch Lösemittel. Das ist die einfachste, preiswerteste und obendrein auch ökologische Behandlungsmethode, mit der sich sehr schöne Oberflächen erzielen lassen.

Wachsen, sofern gewachst werden soll, ist eine Behandlung mit sehr dünnflüssigem und streichfähigen Wachs sinnvoll. Dies lässt sich nicht nur gut verarbeiten, dass dünnflüssige Wachs dringt auch gut ins Holz ein, so das auf eine Grundierung verzichtet werden kann. Da die streichfähigen Wachse einen Anteil von Lösemittel enthalten, sollte während der Verarbeitung auf eine gute Durchlüftung geachtet werden.

Lasuren, sind geeignet, wenn eine farbige Gestaltung erzielt werden soll. Diesem Fall bieten sich Naturharz-Lasuren an. Lasuren sind relativ, einfach zu verarbeiten, meist durch Streichen oder Spritzen. Bei großflächigen Einsatz konnte er relativ hohe Gehalt an Lösungsmitteln zu einem Problem werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, lösemittelfreie Lasuren anzuwenden. Federbretter sollten immer vor dem Einbau behandelt werden, insbesondere wenn gebeizt oder mit farbigen Lasuren behandelt werden soll. Ansonsten würden, wenn die Bretter nach dem verbauen noch trocknen und schwinden, unbehandelte Stellen unschön sichtbar werden.

Holz in Feuchträumen

Solches Holz sollte wie im Außenbereich verbautes Holz behandelt werden. Besonders im Spritzbereich ist dies besonders vonnöten. Ein Pilzbefall ist somit auch in stark beanspruchten Nasszellen nicht zu erwarten. Allerdings darf das regelmäßige Lüften nicht vergessen werden, sonst kann nach längerer Zeit die Holzfeuchte kritisch werden. Wichtigste Maßnahme ist daher auch hier der konstruktiven Holzschutz. Im Bad sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser gut abläuft, außerdem müssen alle Holzbauteile gut hinterlüftet sein. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil in Bad viel Wasserdampf erzeugt wird. Dieser durchdringt das Holz kondensiert an der Wand. Wird diese Feuchtigkeit nicht abgelüftet, dann entsteht Pilzbefall.